Wellensittiche sind sehr soziale Vögel, deshalb sollte man sie niemals alleine Halten. Ist ein kleiner Schwarm Wellensittiche in ihrem Haus oder Garten aktiv, können sie beobachten, wie sich die Pärchen finden.
Die Annäherung geht langsam von statten und das Weibchen duldet den immer kleiner werdenden Sicherheitsabstand zu dem interessierten Männchen. Das Weibchen lässt sich nun vom Männchen füttern, kraulen und das Gefieder pflegen. Zwei haben sich gefunden!
Dabei muss das Wellensittichmännchen durch seinen Gesang, seine Balz und seine Kehltupfen das Weibchen überzeugen.
Doch nicht immer sind es gegengeschlechtliche Vögel, die eine Paarverbindung eingehen. Manche bevorzugen für einige Zeit auch reine „Männerfreundschaften“.
Bei den lustigen Gesellen ist alles vertreten, was uns Menschen nicht fremd ist, die einen bevorzugen eine sehr enge Paarbindung, die anderen wechseln häufig ihre Partnerin…
Generell kann man sagen, dass Wellensittiche eine monogame (Ein-) Ehe führen. Diese Paarbindung besteht länger als eine Brut und der erste Schritt wird vom Männchen unternommen.
In der freien Natur lohnt sich ein treues Verhalten der Wellensittiche, die Partner kennen sich und können auch bei nicht so idealen Verhältnissen zur Brut schreiten.
Ist ein Neuzugang in der Voliere oder ein Todesfall eingetreten, kann auch ein langverbundenes Paar Veränderungswünsche entfalten und sich von der atraktiven Witwe oder dem Neuen locken lassen…
Wenn sie ihre Vögel beobachten, sehen sie welche eine sehr enge Paarbindung eingehen. Ist ein Wellensittich krank und sie müssen ihn vom Schwarm isolieren, denken sie daran, wenn möglich den Partner dazuzugesellschaften. Denn ist das Paar schon lange zusammen und hat auch zusammen Nachwuchs aufgezogen, kann das Paar wahrscheinlich eine Trennung überbrücken, ist die Paarbildung jedoch sehr frisch, wird sich der verbliebene Vogel andersweitig umschauen…